Wir ernten was wir säen

Nachdem wir am Morgen unsere eigenen Projekte ausgearbeitet haben, ging es am Mittag mit dem Nachhaltigkeitsworkshop von Carina weiter. Carina arbeitet für die Jugendinitiative (JIN) der Nachhaltigkeitsstrategie Baden-Württemberg und informierte uns kurz über diese. Danach teilten wir uns in drei Gruppen auf und erarbeiteten eine kurze Präsentation über die drei Themen Lebensmittel, Textilien und Elektronik. Dank viel Infomaterial, konnten wir uns sehr gut ins Thema hinnein arbeiten und einen Vortrag mit Plakat gestalten. Bei allen drei Themen wurde uns bewusst, dass wir in unserer heutigen Gesellschaft über unsere Ressourcen hinausleben und der Konsum unseren Alltag steuert. Dabei müssen oft andere Länder und andere Menschen die Kosten tragen.

Zum Thema Lebensmittel erfuhren wir durch die vortragende Gruppe, dass der Fleischkonsum in den letzten 50 Jahren um das Dreifache angestiegen ist. Außerdem die uns schockierende Nachricht: für ein Kilo Fleisch werden 15.000 Liter Wasser verschwendet. Als gute Alternative sprachen wir über den fairen Kauf von Essen und über Foodsharing, wobei man zum Beispiel die übrig gebliebenen Produkte eines Bäckers einsammeln kann.

Weiter ging es mit einer Vorstellung zu der Thematik Textilien. Dabei erschreckten uns die Fakten, dass 15 % des Stoffes bei der Produktion verloren gehen und die Arbeiter nur 1 % der Einnahmen erhalten. Dabei verdienen sie im Monat umgerechnet nicht mehr als 10 bis 20 Euro. Ein weiteres großes Problem ist der übermäßige Einsatz von giftigen und gesundheitsschädigenden Chemikalien, die nach der Produktion ungefiltert wieder ins Wasser zurückgeführt werden.

Der letzte Vortrag handelte vom verschwenderischen Umgang mit unseren elektronischen Geräten. Dabei konzentrierte sich die Gruppe speziell auf die Smartphoneproblematik. Um ein einziges Smartphone herzustellen werden mehr als 60 verschiedene Rohstoffe benötigt. Auf dem Weg zu uns reist es dabei um die ganze Welt. Die Arbeiter werden genau wie in der Textilienindustrie ausgebeutet und unter unmenschlichen Verhältnissen beschäftigt. Obwohl es Projekte wie das sogenannte Fairphone gibt und der Händler durch Elektrogesetze dazu verpflichtet ist, die alten und meist kaputten Geräte zurückzunehmen, kommt in 84 % der deutschen Haushalte mindestens ein altes aber noch intaktes Handy vor. Gut zu wissen ist außerdem, dass der geschätzte Wert an Silber in alten Handys in ganz Deutschland rund 25 Tonnen beträgt.

Der Workshop endete mit einem interessanten Quiz, bei dem jedes Team zwei Fragen an die anderen stellte. Wir lernten viele neue und interessante Dinge, die uns zum Nachdenken anregten und sind Carina für ihr Kommen und ihren Vortrag sehr dankbar.

Von Anna und Christopher

 Konzentrierte Recherche.

Konzentrierte Recherche.

 Vorstellung der Ergebnisse zu fairer Mode.

Vorstellung der Ergebnisse zu fairer Mode.

 Danke an Carina von der Jugendinitiative der Nachhaltigkeitsstrategie Baden-Württemberg für einen tollen Workshop!

Danke an Carina von der Jugendinitiative der Nachhaltigkeitsstrategie Baden-Württemberg für einen tollen Workshop!