Wie überlebt man in der Wildnis?

Wer viel in der Natur unterwegs ist, sollte immer auf das Unerwartete vorbereitet sein. Egal, wo auf der Welt man sich befindet, es ist nützlich einige grundlegende Dinge über das Überleben in der Wildnis zu wissen. Aus diesem Grund ging es heute Morgen im Survivalworkshop von Benni um genau dieses Thema.

Um unsere Survivalfähigkeiten in die Praxis umzusetzen, bekamen wir von Benni einige Aufgaben. In absoluten Notsituationen ist es wichtig, Schutz zu finden und warm zu bleiben. Ein einfacher und schneller Weg, um den Wärmeverlust zu verringern, ist seine Kleidung mit trockenem Laub auszustopfen und so zu isolieren. Trotz des kratzigen und anfangs etwas unangenehmen Gefühls, merkte man schnell, wie es wärmer wurde. Die zusätzliche Bewegung brachte einen schon fast zum Schwitzen. Eine weitere Methode, sich kurzweilig aufzuwärmen, ist eine bestimmte Schutzhaltung einzunehmen. Diese ist zwar nicht unbedingt bequem, dafür aber effektiv. Zuerst sollte man sich auf eine isolierte Unterlage stellen. Die wird am besten und einfachsten aus ein paar nebeneinander gelegten Stöcken aufgebaut. Dann geht man in die Hocke, umschlingt seine Knie mit den Armen, steckt seine Hände unter die Achseln und macht sich so klein wie möglich. In Kombination mit der aufgewerteten Kleidung wird einem in dieser Haltung sehr schnell wieder warm. Jedoch sollte man nicht länger als eine Minute in dieser Position verweilen. 

 Schutzhaltung für mehr Wärme.

Schutzhaltung für mehr Wärme.

Der nächste Schritt war es, sich einen Unterschlupf zu suchen oder zu bauen, um die Nacht möglichst windgeschützt zu überstehen. Hier entschieden wir uns für einen umgestürzten Baum. Am Wurzelstock konnten wir lange Äste anlehnen und so ein stabiles Grundgerüst errichten. Dieses dichteten wir mit Moos, Rinde und Laub weiter ab. So entstand zusammen mit dem Wurzelstock ein kleiner, wind- und wassergeschützter Raum. Diesen polsterten wir mit einer dicken Lage trockenem Laub aus. In unserem Unterschlupf könnte man, wenn auch nicht allzu bequem, eine kalte Nacht überleben.

 Unterschlupf.

Unterschlupf.

Als zusätzliche Wärmequelle könnte ein Feuer dienen. Um dieses ohne Feuerzeug anzufachen, benötigt es einige Vorbereitungen. Wichtig ist genügend Holz in verschiedenen Dicken und Längen zu sammeln. Außerdem ist ein gutes Zundermaterial von Nöten. Hierfür eignet sich am besten fein zerrissene Birkenrinde. Diese wird mit dem Feuerstahl entzündet und muss sofort mit kleinem Holz befeuert werden. Nach und nach legt man immer größere Stücke Holz dazu.

Die zwei Stunden mit Benni waren für uns alle sehr lehrreich, auch wenn wir hoffen, diese Techniken nie anwenden zu müssen. Würden wir uns jedoch tatsächlich in einer Notsituation befinden, wüssten wir nun was zu tun ist.

 Wie fache ich ein Feuer an?

Wie fache ich ein Feuer an?

 Der Funke springt über.

Der Funke springt über.

 Benni erzählt von seinen Erfahrungen in der Wildnis.

Benni erzählt von seinen Erfahrungen in der Wildnis.

 Blätter als Isolierungsmaterial.

Blätter als Isolierungsmaterial.

 Kratzig aber warm.

Kratzig aber warm.

Von Lars und Lydia

Fotos: Dmitry Sharomov und David Lohmüller