Geschützt: Einzelne Arten und ganze Prozesse

Sowohl der Artenschutz als auch der Prozessschutz sind ein großer Bestandteil des Konzeptes des Nationalparks. Beim Artenschutz greift der Mensch noch ein, um bestimmte Arten zu erhalten. Dies geschieht im Nationalpark Schwarzwald auf den Grinden und in der Managementzone. 

Beim Prozessschutz in der Kernzone greift der Mensch nicht mehr ein. So wird dem Borkenkäfer in dieser Zone freie Hand gelassen - Dank ihm entstehen wiederum neue Freiflächen im Wald, auf denen neues Leben entstehen kann. Auch der Dreizehnspecht kann daraufhin zurückkehren, weil Borkenkäferlarven die Hauptspeise seines Nachwuchs sind. Seine Höhle wiederum kann der Sperlingskauz als neue Brutstätte nutzen. Manchmal sind bis zu 49 Höhlen nötig, aus denen der Sperlingskauz die perfekte auswählt. Dass Männchen findet die Höhle und legt etwas zu Fressen hinein. Letztendlich entscheidet aber das Weibchen. Wenn sie aufgegessen hat und in der Höhle bleibt, ist diese angenommen.

Auch noch interessant zu wissen: die Douglasie riecht nach Orange oder Zitrone, wenn man ihre Nadeln zerreibt. Daran lässt sie sich leicht von anderen Nadelbäumen unterscheiden. Falls euch mal aufgefallen sollte, dass deutlich öfters Fichten am Boden liegen als Tannen, liegt das daran, dass Tannen weitaus tiefere und breitere Wurzeln haben als die Fichte.

 Ausblick auf geschützte Flächen.

Ausblick auf geschützte Flächen.

 Hinein in den geschützten Wald.

Hinein in den geschützten Wald.

 Welcher Nadelbaum?

Welcher Nadelbaum?

Von Nora Hofmann

Fotos: Maja Rohde