Wilde Tiere, Pilze und die eigene Nationalparkführung

Nach einem reichhaltigen Frühstück starteten wir mit abwechslungsreichen Begrüßungsritualen zum Wachwerden in den Tag. Dann kam auch schon unser erster Referent des Tages, der Wildtierspezialist Rafael Kratzer aus dem Fachbereich Forschung und Monitoring. Er startete mit einer Einführung zum Wildtiermonitoring wie z.B den Aufgaben, Herangehensweisen und Ergebnisse seiner Arbeit. An einer der vorher vorgestellten Herangehensweisen probierten wir uns daraufhin im naheliegenden Wald aus.

Beginnend mit einer genaueren Beobachtung der Umgebung versuchten wir darauf zu schließen, welche Tiere sich hier aufhalten könnten. Rafael ergänzte unsere Vermutungen und Deutungen durch weitere Details und Merkmale. In kleineren Gruppen bekamen wir anschließend jeweils eine Wildtierkamera, die wir an einem unserer Meinung nach strategisch guten Ort platzieren sollten. Gemeinsam besprachen wir danach die Standorte und Ausrichtungen der Kameras.

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Auf dem Rückweg probierten wir unser neues Wissen im Fährten lesen aus. Mit Rafaels Unterstützung war es uns möglich, Schalenabdrücke von Rotwild und Wildschweinen zuzuordnen und über deren Fortbewegung Rückschlüsse zu ziehen.

Mit Heißhunger stürzten wir uns auf das ersehnte Mittagessen. Nach der Mittagspause setzten wir unsere Überlegungen des Vortags bei der Planung einer ersten eigenen Führung um. Dabei versuchten wir Naturerlebnis in eine spannende Führung für Jugendliche zu verpacken. Das schwierige hierbei ist es, Inhalte zu vermitteln und trotzdem ein ansprechendes Programm zu bieten. Die dabei heißgelaufenen Köpfe kühlten wir zwischendurch bei einem kleinen Aktivierungsspielchen an der frischen Luft ab. Der Erfolg des Nachmittags lässt sich in dem fast fertigen Konzept der Führung sehen.

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Nach etwas Freizeit tauchte auch schon der nächste Spezialist pünktlich zum Abendessen auf. Der Mykologe Flavius Popa sollte an diesem Abend einen Vortrag über die Pilzwelt und deren Wichtigkeit im Nationalpark halten. Er fand jedoch bereits beim Essen interessierte Zuhörer, die ihm eifrig Fragen stellten. Im anschließenden Vortrag schaffte er es, auch das komplizierte Fachwissen spannend zu vermitteln. Er machte uns klar, dass es auf der Erde fast nichts gibt, bei dem Pilze nicht involviert sind. Wälder mit hohem, vielfältigen Totholzanteil sind die Grundlage für eine artenreiche Pilz-Welt. Deshalb findet man im Nationalpark im Vergleich zu Forstwald viele und auch seltene Exemplare - vor allem in den Bannwäldern, in denen schon seit mehreren Jahrzehnten keine Forstwirtschaft mehr betrieben wird.

Mit Spielen und unterhaltsamen Gesprächen feierten wir in Barbaras Geburtstag und ließen den Abend gemütlich ausklingen.

Von Anna und Max

 Wildtierkameras.

Wildtierkameras.

 Wie sieht das Konzept für die perfekte Nationalparkführung aus?

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 Meinungen austauschen und diskutieren.

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 Auflockerungsspiele in der Natur.

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 Ein bunter Tag!

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 Fleißig sein.

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 Tannen- oder Fichtenzweig? ;)

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 Young Explorers Akademie: Zeit zum gemeinsamen Lernen, ...

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 ... zum Fotografieren, ...

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 ... und zum Reflektieren in der Natur.

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Fotos: Maja Rohde