Die Magie des Nationalparks steckt an

Wenn man auf die Zeit im Young Explorers Camp zurückblickt, kann man sagen, dass es eine schöne und abenteuerreiche Woche war, die man ohne weiteres zu seinen Top-10-Erlebnissen hinzufügen kann.

Die E-Mountainbike Tour, bei der wir die Gegend des Nationalparks großräumig erkunden konnten, den Fotoworkshop, bei dem wir den kleinsten Blättern und Käfern Beachtung geschenkt haben und der zwei Seen Trek, bei dem wir physisch an unsere Grenzen gekommen sind, waren definitiv Höhepunkte des Camps. Wenn man das jetzt so liest, klingt das wie eine recht lustige Woche.

Was das Camp allerdings wirklich für mich ausgemacht hat, waren nicht nur der Spaß, den man als schöne Erinnerungen im Hinterkopf behält.

Schon während des Camps haben wir von einigen Park-Rangern das über den Nationalpark gelernt, was ihn so besonders und erhaltenswert macht. Durch den Visionsworkshop, der ebenfalls während der Zeit im Camp stattgefunden hat, haben wir uns als Gruppe überlegt, wie wir uns, auch über das Camp hinaus, für den Nationalpark einsetzen können und viel wichtiger, wie wir möglichst viele Menschen davon überzeugen können, dass der Nationalpark als wertvolles Biotop wichtig für unsere heimische Flora und Fauna ist.

Und so war es dann auch. Das Camp war nicht nur eine schöne Erinnerung, von der man seinen Freunden erzählen konnte. Einige aus der Gruppe haben im Nachhinein Präsentationen vor der Familie oder in Schulen gehalten. Andere, wie ich, haben Freunde und Bekannte motiviert und sind mit ihnen in den Nationalpark gefahren. Durch das Erlernte aus den Rangerführungen während des Camps, konnten wir viel Wissenswertes über den Nationalpark weitergeben. Kaum einer weiß nämlich, dass der Schwarzwald ursprünglich gar nicht so “schwarz” war, wie er heute ist oder, wie man den Lagerplatz des Auerhahns ausmachen kann.

Als ich mit einer Freundin aus dem letzten Camp einen solchen Ausflug gemacht habe, waren die Reaktionen unerwartet positiv. Unsere Freunde gerieten ins Staunen, als sie die alte und ehrfürchtige Großvatertanne zu Gesicht bekamen oder die Schönheit des Wildsees erblickten. Zum Ende hin waren sich alle einig, dass der Nationalpark unbedingt erhalten bleiben muss und mehr sogar, dass es viel mehr Orte geben sollte, an denen man die Natur sich selbst überlässt.

Hier einige Zitate:

“Wie schön es ist, die Natur einfach sich selbst zu überlassen und zu sehen, wie sie sich weiterentwickelt und wie ein Wald wirkt, in dem man merkt, dass die Menschen sich nicht mehr einmischen. Ich finde es ist so wichtig, in unserer schnellen, technisierten Welt mit Nationalparks wenigstens einen kleinen- vielleicht immer größer werdenden- Gegenpol zu schaffen.” (Fannie, 18)

“Der Nationalpark ist zauberhaft, wunderschön! Hier habe ich gelernt, wie magisch die Natur aussehen kann, wenn man sie sich selbst überlässt. Ich möchte unbedingt selbst mithelfen den Nationalpark Schwarzwald bekannt zu machen und evtl. zu vergrößern.” (Sarah, 17)

Seit ich meiner Familie das und vieles mehr über den Nationalpark erzählt habe, wird der Schwarzwald und ganz speziell der Nationalpark immer öfter als Ausflugsziel angesteuert. Es macht einen Wochenendausflug eben viel lebendiger, wenn man etwas Hintergrundwissen besitzt.

Ich freue mich jetzt schon auf das nächste Camp, bei dem ich die Möglichkeit habe mitzuwirken und bei dem die Gruppe der Nationalparkbotschafter wieder um 16 Teilnehmer größer wird. Das ist das Ziel: möglichst viele Menschen für die wilde Schönheit des Nationalparks zu begeistern.